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Dachflächenrechner

Berechnen Sie Ihre geneigte Dachfläche und alle benötigten Materialien — Dachziegel, Quadrate, Unterdeckbahn, Firstabdeckung und Traufblech — plus eine grobe Kostenschätzung nach Materialart.

Dachmaße

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Geneigte Dachfläche
Fläche

Maße und Neigung eingeben zum Berechnen

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Kostenschätzungen sind grobe Bereiche basierend auf nationalen Durchschnittswerten. Tatsächliche Kosten variieren erheblich je nach Region, Handwerker und Marktbedingungen. Holen Sie immer mehrere Angebote ein.

Warum Grundfläche nicht gleich Dachfläche ist

Die Grundfläche eines Gebäudes ist die horizontale Projektion der Außenwände. Die tatsächliche Dachfläche ist wegen der Neigung stets größer — bei einer 6:12-Neigung um den Faktor 1,118, also um gut 11,8 %. Dieser Unterschied ist entscheidend für die korrekte Materialbestellung: Wer nur die Grundfläche bestellt, erhält zu wenig Material.

Der Neigungsfaktor (Flächenmultiplikator) ist das mathematische Werkzeug, das die Grundfläche in die tatsächliche Dachfläche umrechnet. Er ergibt sich aus dem Pythagoräischen Lehrsatz und hängt ausschließlich von der Dachneigung ab. Unser Dachflächenrechner wendet diesen Faktor automatisch an, sobald Sie Gebäudemaße und Dachneigung eingeben.

Berechnung der Dachfläche Schritt für Schritt

Für ein einfaches Satteldach: Grundfläche (Länge × Breite) multipliziert mit dem Neigungsfaktor. Für ein Gebäude mit 10 m × 8 m Grundfläche und einer Neigung 6:12 ergibt das: 80 m² × 1,118 = 89,4 m² Dachfläche je Dachseite — für beide Seiten also 178,8 m². Hinzu kommen Giebelflächen, Gauben und Überstand, die separat berechnet werden.

Beim Walmdach wird die Berechnung komplexer, da alle vier Schrägen berücksichtigt werden müssen. In der Praxis empfiehlt sich die Aufteilung in einzelne rechteckige oder dreieckige Flächen, die separat berechnet und dann addiert werden. Unser Rechner übernimmt diese Aufgabe für Sattel-, Walm- und Pultdächer automatisch.

Dachquadrate erklärt

Im nordamerikanischen Handwerk wird die Dachfläche in sogenannten "Quadraten" (Squares) angegeben: 1 Square = 100 Quadratfuß ≈ 9,29 m². Ein Dach mit 180 m² entspricht rund 19,4 Squares. Diese Einheit ist besonders nützlich, wenn Materialien von nordamerikanischen Herstellern bezogen oder Angebote verglichen werden.

In Deutschland und Europa wird die Dachfläche üblicherweise in Quadratmetern angegeben. Unser Rechner zeigt beide Einheiten an, damit Sie ohne manuelle Umrechnung arbeiten können. Für die Bestellung von Dachziegel und anderen deutschen Produkten ist die m²-Angabe maßgeblich.

Dachziegel und Pakete berechnen

Bitumenschindeln werden in Deutschland seltener verwendet; gängiger sind Dachziegel, Betondachsteine und Schiefer. Für Bitumenschindeln gilt: 3 Pakete pro Square (je ca. 33 Quadratfuß). Für Dachziegel aus Ton oder Beton richtet sich die Stückzahl nach dem Deckmaß des jeweiligen Produkts — typisch sind 10 bis 15 Stück je m², je nach Ziegelformat.

Bei der Paketberechnung stets einen Verschnittaufschlag einplanen: 10 % für einfache Satteldächer ohne Gauben, 15 % bei Graten und Kehlen, 20 % bei komplexen Dachformen mit vielen Durchdringungen. Unser Rechner weist die Grundmenge und den Verschnittaufschlag separat aus, damit Sie gezielt planen können.

Unterschiede zwischen Sattel-, Walm- und Pultdach

Das Satteldach hat zwei Dachflächen, die am First aufeinandertreffen, und dreieckige Giebel an den Stirnseiten. Es ist die in Deutschland am häufigsten verwendete Dachform und bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Bau und Instandhaltung. Das Walmdach hat vier Dachflächen ohne senkrechte Giebel — es ist windrobuster, aber aufwändiger in der Herstellung.

Das Pultdach (eine geneigte Fläche) findet sich häufig als Anbaute oder bei modernen Architekturhäusern. Es ist am einfachsten zu berechnen: Grundfläche × Neigungsfaktor = Dachfläche. Bei Doppelpultdächern werden beide Flächen separat berechnet und addiert.

Verschnittfaktor und typische Bestellfehler

Ein Verschnittfaktor von 10 % bedeutet, dass 10 % mehr Material als die rechnerische Nettofläche bestellt wird. Dieser Puffer deckt Randverluste, Sägeschnitte und Montageabfälle ab. Für einfache Satteldächer ist 10 % ausreichend; bei Gauben, Kehlen und vielen Durchdringungen sollten 15 bis 20 % eingeplant werden.

Häufige Bestellfehler: zu wenig Verschnitt eingeplant, Grundfläche statt Dachfläche bestellt oder den Neigungsfaktor vergessen. Auch die Firstabdeckung und das Traufblech werden oft vergessen — beide werden separat in Laufmetern bestellt. Unser Rechner zeigt alle Positionen in einer Übersicht, damit nichts übersehen wird.

First, Unterdeckbahn und Traufblech

Die Länge der Firstabdeckung entspricht der Gesamtlänge aller Firstlinien. Bei einem einfachen Satteldach ist das die Gebäudelänge; beim Walmdach addieren sich First und Grate. Die Unterdeckbahn (Unterspannbahn) wird in Rollen á 75 m² oder 100 m² geliefert — die benötigte Menge entspricht der Dachfläche zuzüglich 10 % Überlappungszuschlag.

Das Traufblech (Ortgangblech) wird in Laufmetern entlang aller Dachränder montiert. Es leitet das ablaufende Wasser sicher in die Regenrinne und schützt die Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit. Die benötigte Länge entspricht dem Dachumfang inklusive der Traufen beider Dachseiten und gegebenenfalls der Ortgänge.

Typische Bestellfehler und wie Sie sie vermeiden

Der größte Fehler ist die Bestellung auf Basis der Grundfläche ohne Anwendung des Neigungsfaktors. Wer bei einem 6:12-Dach auf Basis von 100 m² Grundfläche bestellt, erhält nur Material für 89 m² der tatsächlichen Dachfläche — das reicht bei weitem nicht aus. Nutzen Sie stets unseren Dachflächenrechner, der den Neigungsfaktor automatisch berücksichtigt.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen eines Verschnittpuffers. Bei einem Dach ohne Verschnittaufschlag sind Nachbestellungen nahezu unvermeidlich — und Nachlieferungen sind oft teurer als die Erstbestellung. Planen Sie daher immer mindestens 10 % Verschnitt ein und erhöhen Sie diesen Anteil bei komplexen Dachformen.

Aufmaß, Dachaufbau und Bestellung abstimmen

Vor einer Bestellung sollten Sie das Aufmaß mit dem tatsächlichen Dachaufbau abgleichen. Sparren, Schalung, Dämmung, Lattung und Eindeckung liegen nicht immer exakt über der Außenkante der Wand. Messen Sie deshalb Traufen, Ortgänge, Grate, Kehlen und Durchdringungen getrennt und übertragen Sie die Maße in eine einfache Skizze. So erkennen Sie frühzeitig, welche Flächen rechteckig, dreieckig oder durch Gauben unterbrochen sind.

Die berechnete Menge ist eine Planungsgrundlage und keine Bestellfreigabe. Prüfen Sie Deckmaß, Überdeckungsregeln, Packungsgrößen und Mindestbestellmengen des konkreten Herstellers. Bei einer Sanierung gehören außerdem Zustand und Tragfähigkeit des Untergrunds in die Planung: Feuchte, beschädigte Schalung oder ein nicht ausreichender Dachaufbau können zusätzliche Arbeiten erfordern, die kein Flächenrechner erfasst.

Antworten

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Dachquadrat?

Ein Dachquadrat entspricht 100 Quadratfuß (ca. 9,3 m²) Dachfläche. Es ist die Standardeinheit in der Dachdecker-Branche für die Preisgestaltung von Material und Arbeitsleistung. Ein Dach von 2.000 Quadratfuß entspricht 20 Quadraten.

Wie viele Ziegelpakete pro Quadrat?

Standard 3-Tab-Bitumenschindeln werden in 3 Paketen pro Quadrat geliefert (je 33,3 Quadratfuß). Architekturschindeln können je nach Hersteller 3–4 Pakete pro Quadrat benötigen. Prüfen Sie stets die auf der Verpackung angegebene Paketabdeckung.

Warum brauche ich einen Verschnittfaktor?

Verschnitt berücksichtigt Schnitte rund um Grate, Kehlen, Dachfenster, Schornsteine und Kanten. Ein einfaches Satteldach benötigt etwa 10% Verschnitt. Komplexe Dächer mit mehreren Graten und Kehlen benötigen 15–20%. Bestellen Sie nie ohne Verschnittfaktor.

Wofür wird der Neigungsmultiplikator verwendet?

Der Neigungsmultiplikator (Neigungsfaktor) wandelt Ihre flache Grundfläche in die tatsächliche geneigte Dachfläche um. Eine 6:12-Neigung hat einen Multiplikator von 1,118, d. h. die tatsächliche Dachfläche ist 11,8% größer als die Grundfläche. Wenden Sie ihn immer vor der Berechnung der Materialmengen an.

Wie berechne ich die Firstabdeckung in Laufmetern?

Die Firstabdeckungslänge entspricht der Länge aller First- und Gratlinien. Bei einem einfachen Satteldach ist das nur die Gebäudelänge. Bei einem Walmdach ist es die Länge des Firstbretts plus die vier Gratlinien. Unser Rechner schätzt dies aus Ihren Eingaben.

Was ist Traufblech und wie viel brauche ich?

Das Traufblech ist ein Metallbauteil, das entlang von Traufen und Ortgängen montiert wird, um Wasser von der Fassade in die Dachrinne zu leiten. Es wird entlang aller Dachperimeterkanten benötigt. Berechnen Sie den Gesamtumfang Ihres Daches (einschließlich Überstände), um den erforderlichen Laufmeter zu ermitteln.

Was kostet ein neues Dach?

Einbaukosten variieren stark: Bitumenschindeln kosten ca. 40–80 €/m²; Metall 80–180 €; Ton-/Betonziegel 100–220 €; Schiefer 150–300 €+. Dies sind grobe nationale Durchschnittswerte — regionale Lohnkosten, Dachkomplexität und aktuelle Materialpreise können die tatsächlichen Kosten erheblich verändern.

Was ist der Unterschied in der Fläche zwischen einem Sattel- und einem Walmdach?

Ein Satteldach hat zwei Flächen, die sich an einem First treffen, mit dreieckigen Giebeln. Ein Walmdach hat vier Flächen, die sich an einem First treffen, ohne senkrechte Giebel. Beide bedecken die gleiche Grundfläche, aber ein Walmdach hat mehr Gesamtoberfläche und benötigt mehr Material.